Brennend heißer Wüstensand…

Freddy Quinn sang einst in seinem Lied „Schön war die Zeit“ von ihm, etliche tausend deutsche und alliierte Soldaten haben ihn erlebt, erduldet, sich über ihn geärgert, seinetwegen unentwegt gekratzt: der brennend heiße Wüstensand. Den gibt es auch in Afghanistan, wie eines der UNITER-Mitglieder beim SRT in Ulm am 7. Februar 2019 in seinem Vortrag treffend beschrieb. Aber „schöne Zeit“? Eher nicht, wenngleich Monate unter Afghanistans Sonne der Quell vieler Erlebnisse und Geschichten, schöner und schlimmer Natur sein können. Nicht zuletzt die monatelange Trennung von der Familie, die Gefahr der Verwundung oder des Sterbens sind eher Essig denn Wein.

Aber darum ging es gar nicht im Schwerpunkt. Es waren eher Details zum Einsatz an sich, wenngleich schon Jahre zurückliegend, aber dennoch aktuell, weil grundsätzlicher Natur. Und es zeigte sich schnell: einige UNITER teilen so manche Erfahrung. So gesellte sich zum Vortragenden unerwartet ein weiteres Mitglied als Co-Referent hinzu und konnte seine Sicht des Einsatzes bei 45 Grad im Schatten beisteuern, was den Vortrag noch lebendiger gemacht hat.

Wieder einmal in vertrauter Ulmer Umgebung trafen sich Mitglieder aus der näheren, aber auch der weiteren Umgebung. Bregenz, Lindau, München… UNITER haben nun einmal ein besonderes Gefühl der Verbundenheit. Das hat auch der stellvertretende Disktriktleiter Süd, denn selbst zweieinhalb Stunden Autobahn inklusive Stau hielten ihn nicht von der Teilnahme ab. Da kann man sich nur bedanken! Unter der bewährten Leitung und Moderation des SRT-Leiters verlief das Treffen nicht nur „ohne besondere (negative) Vorkommnisse“, sondern vor allem wie im Fluge. Networking, gute Gespräche, Weiterbildung, gutes Essen – alles war dabei und wurde nur noch gekrönt davon, sich mit guten Freunden wiederzusehen und neue Freunde in den Kreis aufzunehmen.

Nach vier Stunden machten sich die Teilnehmer wieder auf den Heimweg, dieses Mal ohne Schnee und Glatteis, aber in der Gewissheit, sich beim nächsten SRT im März natürlich wieder in Ulm zu treffen.