Der Focus und die Desinformation

In einem am 9.11.18 erschienenen Focus Artikel wurde ein Bezug zu UNITER e.V. hergestellt. Tags zuvor wurde eine Anfrage seitens der Redaktion an UNITER gestellt, die sachgemäß und unverzüglich beantwortet wurde. Diese Informationen wurden offensichtlich nicht berücksichtigt.

In der Zwischenzeit haben wir direkten Kontakt zu allen erwähnten behördlichen Vertretern von Polizei und Militär aufgenommen sowie zur zuständigen Staatsanwaltschaft. Übereinstimmend lässt sich feststellen, dass sich die Informationen aus dem Artikel aus verschiedenen Verfahren zusammensetzen und so ein Gesamtbild entstehen lassen, das faktisch keiner Recherche standhält.

Von den behördlichen Vertretern der Polizei und des Militärs sowie von Seiten der Staatsanwaltschaft wurde uns ausdrücklich bestätigt, dass keine Fakten gegen UNITER im Raum stehen, sondern dieser Artikel auf reiner Spekulation basiert.

Wir widersprechen hiermit der falschen Darstellung durch den Focus und stellen im Einzelnen klar:

  1. Franco A. war und ist nicht Mitglied bei UNITER e.V.. Im Zuge der Ermittlungen zum Fall Franco A. gab es Vernehmungen eines UNITER Mitgliedes, die zur vollständigen Aufklärung dieses Sachverhaltes beigetragen haben.
  2. Es besteht keine Verbindung des Vereins UNITER zur Prepper Szene. Sollten einzelne Mitglieder dort auch tätig sein, so entzieht sich das der Kenntnisnahme des Vereines.
    Grundsätzlich ist jedoch darauf hinzuweisen, dass die Prepper Szene nicht illegal ist, da sie sich im Kern lediglich auf die Broschüre des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) sowie die Empfehlungen des Bundesinnenministeriums bezieht.
  3. Die Satzung des gemeinnützigen Vereins UNITER e.V. ist öffentlich einsehbar. Wenn sich herausstellt, dass extremistisches Gedankengut durch Mitglieder geteilt wird, distanzieren wir uns ganz klar von dieser Person. UNITER e.V. ist dem Grundgesetz und den Menschenrechten verpflichtet.
  4. Bei den Chatgruppen, die in dem Focus-Artikel erwähnt werden, handelt es sich keinesfalls um Chatgruppen, die von UNITER autorisiert oder durch UNITER betrieben wurden.
  5. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass zwischen der sogenannten „Gruppe Nord“ und UNITER e.V. keinerlei Verbindungen bestehen.
  6. Es gibt keine UNITER Waffendepots und UNITER e.V. hat keine eigenen Waffen.

Um Unregelmäßigkeiten vorzubeugen arbeitet UNITER e.V. seit seiner Gründung transparent und auf Augenhöhe mit den jeweiligen Behörden zusammen. Durch den Focus Artikel werden gut arbeitende Behörden wie der MAD absichtlich in Verruf gebracht. Diese Vorgehensweise ist für uns nicht akzeptabel.

Eine professionelle Recherche, die Tatsachen ordnungsgemäß wiedergibt, ist das Rückgrat des seriösen Journalismus. Dazu hatte sich einst der Focus, der sich den „Fakten, Fakten, Fakten“ verschrieben hatte, eindeutig bekannt. Es ist für uns unverständlich, dass mit diesem Artikel bewusst unsachgemäße Vermutungen und Spekulationen durch ein so renommiertes Magazin vermittelt werden. Da es sich dabei um eine bewusste Desinformation handelt, behalten wir uns nach Rücksprache mit allen betroffenen Behörden vor, auch gegebenenfalls rechtliche Schritte einzuleiten.