Die dunkle Seite des Gartens

Wir haben Sommer, das Unkraut schießt, auch ein üppig grüner Rasen bekommt mal gelbe Flecken und zugleich steigt allerorten die Brandgefahr. Es ist Urlaubszeit und viele sind in den Ferien, andere publizieren über UNITER erneut Informationen aus dem November 2018, obwohl diese zumeist schon widerlegt sind. Das fällt aber bei dieser Klientel nicht auf, da die Story frisch gehalten wird durch immer neue Verknüpfungen und Details, die nur ein Kriterium erfüllen müssen: nämlich in das eigene Weltbild zu passen.

Und das definiert sich vornehmlich über die generelle Ablehnung von Uniformträgern, egal ob berufliche oder ehrenamtliche Rettungskräfte (Feuerwehr, Sanitäter und THW), Soldaten oder Polizisten, selbst Busfahrer und Bahnschaffner klagen mittlerweile ihr Leid. Dabei werden gleich noch Freimaurer, Kreuzritter, Reservisten und Prepper miteinander verwoben, selbst wenn das die Grenzen des logischen Denkens deutlich überschreitet. Ist aber egal, alles was fremd, mysteriös oder nicht bei Drei auf dem nächsten Baum im Forst ist, steht weiter unter radikal-medialem Beschuss. Dabei ist nicht wichtig, ob die Geschichte wahr ist – sie wird einfach immer wieder erzählt.

Es ist ermüdend, zum x-ten Male die gleichen Dinge geradezurücken, nur weil sich diejenigen, die diese Tour de Farce noch immer verbreiten, zu schade sind, keine Lust haben oder vielleicht gar vollends unfähig sind, ihre nie belegten Behauptungen von vor einem Jahr mal vor dem Hintergrund neuerer Erkenntnisse zu hinterfragen. Es ist bezeichnend, dass lieber anonymen Tippgebern Gehör geschenkt wird, die neidvoll über Nachbars Kirschen Gerüchte in die Welt setzen um den eigenen Preis hoch zu halten, als einem öffentlich dokumentierten Gesprächswunsch zu entsprechen aus Angst, die eigene Filterblase könne implodieren.

Bestes Beispiel vom letzten Wochenende: Nein, das Disziplinarverfahren ist bereits beigelegt, nein, die Staatsanwaltschaft hat ihr Verfahren wegen Geringfügigkeit bereits eingestellt und nein, der MAD ist schon vor weit mehr als einem Jahr nach eigenen Ermittlungen zu dem Schluss gekommen, dass André S. eben keine Verdachtsperson extremistischer Neigungen ist. So ließe sich Zeile für Zeile widerlegen, wenn denn eine Bereitschaft zur Aufnahme von aktuellen Informationen bestünde. Aber egal, wo der gleißende Sonnenschein der Erkenntnis nun mittlerweile hinfällt, im Schatten wuchert es munter weiter. Zur Not hat die Realität eben unrecht.

Dabei gibt es mittlerweile eine ganze Reihe von sehr ernsthaften, durchaus kritischen aber erfahrenen Journalisten, die detailliert bereits seit Monaten recherchieren, an unseren Veranstaltungen persönlich teilnehmen, mit uns ins Gespräch kommen und so langsam die Kernidee UNITERs begreifen, dass man sich in eins vereint, um Projekte zum Nutzen der Gemeinschaft zu stemmen. Dafür sind wir sehr dankbar.

Unter dem Motto: Sicherheit für Leben, Bildung und Entwicklung ist bei uns jeder willkommen, der sich mit unserer Satzung identifizieren kann, sich ehrenamtlich engagieren möchte und am besten schon viele gute Ideen und Erfahrungen mitbringt. Wir packen alle gern Seite an Seite mit an, wenn es etwas umzugraben, zu säen oder zu ernten gilt. Ein internationales Netzwerk bleibt lebendig durch den Austausch von neugierigen, kreativen und engagierten Mitgliedern jeder Herkunft und Religion. Dadurch wächst und blüht es! Und der Gartenfreund weiß, der Rest eignet sich später zumindest zum Düngen.

In eins verbunden.