Duck and Cover

Gerüchte weiterzugeben entspricht zwar dem Stille-Post-Spiel, an dem sich derzeit noch immer einige einschlägige Medien beteiligen, aber wenn es um Üble Nachrede und Verleumdung geht oder es sich dabei um schwere Dienstvergehen handelt, so sind diese anzuzeigen und müssen belangt werden. Sich zu verstecken ist ganz ehrlich keine Alternative für unser Netzwerk, auch wenn es oftmals viel einfacher erscheint, sich wegzuducken und den Mund zu halten. Es ist wichtig, dass sich UNITER Mitglieder trauen, rechtsstaatliche Mittel anzuwenden, denn nur dann kommen wir gemeinsam einen Schritt weiter und die Straftaten und Dienstvergehen schlecht informierter Kollegen können gestoppt werden.

Während sich im gehobenen Behördendienst die UNITER Mitgliedschaft zunehmend als vorteilhaft erweist, da dadurch eine bestimmte Werteorientierung und die Treue zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung unseres Landes dokumentiert wird, sind in einigen Dienststellen Fälle aufgetreten, wo man dem Informationsstand des Innenministeriums weniger Glauben schenkt. Übergeordnete Dienstbehörden ermitteln bereits in diesen Vorfällen und es wird auch zu Disziplinarverfahren kommen.

So hört man über drei Ecken, dass in einer Polizeischule ein Referent vorurteilsbehaftete Vorträge hält, mit denen er zwar dokumentiert, dass er ein aufmerksamer Leser linksradikaler Zeitungen ist, aber zugleich sich wenig mit seiner Dienstvorschrift auseinandergesetzt hat. Es hat auch Behördenmitglieder gegeben, die in vorauseilendem Gehorsam einige Gerüchte über UNITER in die Welt gesetzt haben und Kollegen offen als Mitglieder denunzieren. Und gerüchteweise sollen Anwärter bei der Bundeswehr benachteiligt worden sein, weil sie sich zu ihrer UNITER Mitgliedschaft bekannt haben. Hier wird ein Meinungsklima geschaffen, das den Fakten entgegensteht.

Da, wo UNITER konkrete Namen vorliegen und die Vorfälle bezeugt wurden, konnten wir Anzeige erstatten und mit den Dienststellen nun die Ermittlungen einleiten. Das kann natürlich jedes UNITER Mitglied selbst tun, damit dieser Gerüchteküche endlich Einhalt geboten wird, oder dem Backoffice melden, damit wir hier geeignete Disziplinarverfahren mit den Behörden zusammen in die Wege leiten können. Nur eines sollte man in keinem Fall tun: dem Rechtsstaat nicht vertrauen, dass es hier keine geeigneten Wege gibt einzuschreiten, auch wenn das vielleicht ein wenig Zeit in Anspruch nehmen wird.

Ein noch so langer Weg beginnt immer mit dem ersten Schritt und wir bleiben: in eins verbunden.