Eine misslungene Satire

Manche Dinge sind schwer, sehr schwer zu ertragen, so wie der jüngste Ausfall in der taz gegen die Feuerwehren, der in der Rubrik „Die Wahrheit“ eine Satire darstellen soll. Doch Soldaten, Polizisten, Sicherheitsfachkräfte sowie ehrenamtliche und berufliche Rettungskräfte haben eines gemeinsam: Diese Uniformträger setzen sich uneigennützig zum Wohle der Gesellschaft ein.

Dafür schieben sie Überstunden oder opfern ihre Freizeit, sie gehen tagtäglich das Risiko ein angepöbelt, verbal und tätlich angegriffen zu werden, setzen ihre physische und psychische Gesundheit auf’s Spiel, nur um dann von Journalisten wie in dem Artikel „Nackte Kokeljockel“ in unverständlicher Art und Weise beleidigt zu werden.

Allein die Stoßrichtung gegen Rettungskräfte, sollte eigentlich jedem Leser die Schamesröte ins Gesicht treiben. Über die körperlich herausfordernde Ausbildung, die umfassenden Kenntnisse sowohl in der Brandbekämpfung als auch in allen Gebieten der Ersten Hilfe und die ständigen Trainings wurde „persönlich“ und „ohne Recherche“ etwas „behauptet“. Doch die Fähigkeit zu wissen, „wie weit man zu weit gehen kann“, wurde damit nicht unter Beweis gestellt, eher im Gegenteil.

In Zeiten täglicher Übergriffe gegen Rettungskräfte möchte UNITER e.V., in dem auch zahlreiche ehrenamtliche wie berufliche Rettungskräfte vertreten sind, ganz klar zum Ausdruck bringen, dass diese Form einer Satire für die Betroffenen inakzeptabel ist.

In eins verbunden.