Gezielte Täuschung

Die gute Nachricht zu Beginn: im aktuellen „Stern“ steht eine korrekte Information, dass nämlich die Sicherheitsbehörden die Vorwürfe (die durch die Presse gegen den Verein erhoben wurden) bereits überprüft haben. Daraus haben sich keine Hinweise auf ein strafrechtlich relevantes Verhalten ergeben, es gibt keine offenen Ermittlungen und keine Verfahren gegen den Verein UNITER oder dessen aktive Mitglieder. Und das, obwohl wir seit einem dreiviertel Jahr im heftigen Kreuzfeuer der Kritik stehen.

Nun kommen wir zu den Behauptungen, die teilweise direkt von der taz, einem vormaligen Arbeitgeber des investigativen Reporters, übernommen wurden und zu seinem beruflichen Ethos. Denn trotz schriftlicher Zusage eines Hintergrundgesprächs, das UNITER angeboten hat, um die Sachverhalte aufzuklären, macht er dieses öffentlich. Die anwesenden SRT Leiter werden aufgrund ihres Migrationshintergrundes nicht als ernst zu nehmende Gesprächspartner wahrgenommen, sondern als „Gefolgsleute“ bezeichnet, ihre detaillierten Auskünfte zu Sachfragen offensichtlich nicht berücksichtigt.

Dann werden grundsätzlich alle Prepper diffamiert, Mitglieder des Vereins werden als „Aktivisten“ bezeichnet, es wird dem Verein eine „Ideologie“ unterstellt, und vereinsinterne Veranstaltungen werden bewusst missinterpretiert. Das Vokabular entstammt dabei offensichtlich dem linksradikalen Umfeld der eigenen Vergangenheit. Dass es sich dabei um seine persönliche Missinterpretationen handeln könnte, schließt der Reporter, gegen den bereits eine Reihe von strafrechtlichen Ermittlungen liefen, aus, stattdessen unterschätzen aus seiner Sicht die zuständigen Behörden den Verein.

Gänzlich unsinnig sind seine Angriffe auf die Jobbörse. Wir möchten grundsätzlich darüber informieren, dass die Sicherheitsbranche international von Freelancern lebt und niemand genügend Stammpersonal hat, um punktuelle Aufträge allein abzuwickeln. Der damit verbundene Verteilungskampf wird als Preiskampf auf dem Rücken der Sicherheitsfachkräfte ausgetragen. Hier setzt UNITER mit einer Jobbörse an, die einem Kodex verbunden ist und so gerechte Bezahlung und die professionelle Auftragsabwicklung vorsieht, gleichzeitig können so unseriöse Anbieter ausgemacht werden. Diese Bestrebung lässt UNITER zu einem Qualitätssiegel der Sicherheitsbranche werden, wird aber in diesem Bericht unverständlicherweise kriminalisiert.

Wenn die Linken-Abgeordnete Martina Renner verlangt, dass es nun endlich eine Aufklärung der Sachverhalte geben sollte, dann können wir uns dem nur herzlich gern anschließen. Wir haben dies bereits schriftlich mehrfach gefordert, nicht nur in den sozialen Medien, auch in direkten Schreiben an Politiker und Behörden.

Der Artikel endet mit einem Zitat über den „Pakt der Wölfe“, der durch die taz so bezeichnet wurde und sich auf den Bund der Wölfe bezieht, einem längst aufgelösten Zusammenschluss von aktiven Soldaten um gemeinsame Urlaube zu verbringen.
Mit der Feststellung, es soll einmal „jemand“ gesagt haben und der Vermutung dieses Tippgebers, wer damit wohl gemeint worden sei, endet ein Artikel, der in einer Verwebung von Tatsachen und eigentümlichen Interpretationen deutlich werden lässt, dass UNITER nun zum Sommerlochthema werden soll, da hier mit weniger Widerstand zu rechnen ist. Die Frage ist nur: Weswegen möchte der Reporter gezielt seine Leser mit seiner persönlichen Interpretation täuschen und die Behörden bewusst als unfähig darstellen?

Die Eingangsfrage: „Was hat UNITER vor?“ können wir ihm hingegen sehr einfach beantworten: Wir streben den weiteren Ausbau eines internationalen Netzwerks an, in dem sich die Mitglieder füreinander und in Projekten für das Gemeinwohl weltweit einsetzen. Unsere Mitglieder stehen für das Grundgesetz, die Charta der Vereinten Nationen und respektieren unsere einsehbare Satzung.

Wenn aus Marketing-Zwecken manche Veranstaltungen des letzten Jahres, deren Rechtmäßigkeit bereits mit der ersten Welle zweifelhafter Berichterstattung vollumfänglich geklärt wurde, etwas martialisch benannt wurden, so mag das zu Missverständnissen geführt haben. Dem Verein UNITER sind die Grenzen rechtmäßigen Verhaltens aber durchaus bekannt. Wir haben mittlerweile unser Wording angepasst und ausreichend öffentliche Transparenz über unsere Aktivitäten hergestellt.

Menschen in Uniform, seien es Soldaten, Behördenmitglieder oder Rettungskräfte mögen dem Verfasser des Stern-Artikels unangenehm sein, aber sie bilden das Rückgrat unseres Landes. Für rechtliche Vergehen gibt es rechtsstaatliche Mittel und Wege, für die Überprüfung einzelner Personen die jeweils zuständigen Behörden, die im Verdachtsfall tätig werden. An der Integrität von Uniformträgern, auch bei ihrem ehrenamtlichen Engagement, sollte daher kein Zweifel bestehen.

Wir überlassen es dem mündigen Leser zu beurteilen, wie objektiv ein Bericht eines Journalisten sein kann, der massive Einschüchterungsversuche bei einigen seiner Gesprächspartnern durchgeführt hat, selbst einige Probleme mit den Behörden hat, und nun über ein Netzwerk schreibt, in dem Behördenmitglieder seit der Gründung einen wesentlichen Teil bilden.