Grüße aus Venedig

Italien ist immer eine Reise wert, gerade die malerische Lagunenstadt Venedig. Teile des UNITER Präsidiums machten hier einen kurzen Fotostopp auf dem Rückweg von Vicenza, wo sie lokal für den Ausbau der SRTs und Distrikte werben und potenzielle Fragen der Anwärter oder auch bestehender Mitglieder beantworten wollten. Mitglieder aus dem SETAF (Southern European Task Force) und zwei weiteren Verbänden waren unsere Gesprächspartner bei dem 3-tägigen Aufenthalt.

Obwohl es das eigentliche Ziel der Reise war, den lokalen Ausbau voran zu treiben, kamen auch andere Vorschläge und Kenntnisse zum Vorschein. Speziell die amerikanischen Mitglieder streben nun verstärkt den Ausbau UNITERs in ihrem Heimatland an sowie die Vernetzung der hier stationierten Soldaten mit den europäischen Mitgliedern. Der Grund hierfür wurde schnell ersichtlich, wenn man den einzelnen Lebensgeschichten der Mitglieder zuhörte.

Was wir uns als deutsche Soldaten schlecht vorstellen können sind die Erfahrungen vor allem der Offiziere, von denen einige mehr als 30 Jahre ihres Lebens außerhalb der USA verbringen, von Land zu Land weiterziehen und dort je nach Verwendung drei bis acht Jahre bleiben. Abwechslungsreich sicherlich, aber irgendwie fehlte ein „Anker“, die Homebase für diejenigen welche ausscheiden. Viele haben dann Ehefrauen und Kinder aus den jeweiligen Stationen in beispielsweise Deutschland, Süd Korea oder Hawaii, die später einfach zum nächsten Ort mitgezogen sind.

Das Problem am Ende der Dienstzeit ist genau das gleiche wie zu Beginn von UNITER: Was nun am Tag X, dem Tag wo man den Goldenen Käfig, den Mutterschoß der Behörden verlässt? Obwohl den Vereinsgründern das Amerikanische Supporter System als Vorbild bei der Errichtung UNITERs gedient hatte, war ihnen damals dennoch nicht bewusst, dass auch diese Soldaten/Mitglieder am Ende einen Plan B, einen Job oder eine Stütze brauchen, welche sie auf dem Weg in das Zivilleben unterstützt. Wollen die Mitglieder mit ihren Ehefrauen in Europa leben, brauchen sie was alle ex-Behördler brauchen, nämlich ein funktionierendes Netzwerk und lokale Tippgeber, welche sich für den Kameraden einsetzen. 30 Jahre und mehr in Kasernen zu verbringen, alles wird erledigt, um jedes Detail wird sich gekümmert, dies ist gut und soll auch so sein. Der- oder diejenige muss sich allerdings im Klaren sein, dass man ab einem Tag X alleine dasteht, wenn man nicht vorgesorgt hat.

Dies haben wir mitgenommen als Erkenntnis und dies werden wir nun gezielt angehen: Den Ausbau des US Groß Distriktes, die lokalen frühzeitigen Vernetzungen und den Austausch mit denjenigen Familien, welche in Europa und insbesondere in Deutschland bleiben wollen.

In eins verbunden.