Paukenschläge im Pressewirbel

Die Pressearbeit der letzten Wochen fand auf drei Ebenen statt: zum einen die Stellungnahmen und Gegendarstellungen zur sicherlich kreativen, aber unglaubwürdigen Berichterstattung zweier politisch motivierter Medien, die ähnlich motivierte Nachfragen nach sich zogen. Zum anderen waren es die Vermittlung und Durchführung von Interviews und Hintergrundgesprächen mit wesentlichen Leitmedien, die intensiv vor- und nachbereitet wurden. Die dritte Säule bilden die juristischen Abmahnungen, die mit einigem Kostenaufwand verbunden waren.

Im Gegensatz zur proaktiven Pressearbeit haben unsere juristischen Bemühungen nur sehr bedingt zu einem Kurswechsel geführt, da diese Printmedien ein System in sich darstellen, d.h. sie zitieren sich gegenseitig, um Glaubwürdigkeit vorzutäuschen. Ein schwer zu durchdringender Kreis.

Gleichzeitig haben aber unsere Hintergrundgespräche bereits etliche positive Ergebnisse hervorgebracht. So gab es erste sachliche und faktenbasierte Berichte, wie die dpa Meldung, den FAZ Bericht, den n-tv Bericht, den Artikel der Berliner Zeitung, usw.Daher sind wir im Vorstand einstimmig überein gekommen, den juristischen Weg jenseits der offiziellen Abmahnungen nicht weiter zu verfolgen, also nicht vor Gericht zu ziehen. Die Mittel des Vereins sollten stattdessen satzungsgemäß für wohltätige Zwecke ausgegeben werden, da sich die unbegründeten Behauptungen Schritt für Schritt selbst widerlegen .

In diesem Zusammenhang die ganz konkrete Bitte, Kontakte mit Journalisten einfach an die Pressestelle weiterzugeben oder zumindest zu melden, damit wir einen Überblick darüber behalten, wer mit wem spricht und welche Informationen unterwegs sind.

Derzeit beschränken sich die Vorwürfe zunehmend darauf, dass der Generalbundesanwalt in 2017 einen Beobachtungsvorgang angelegt habe, der aber nicht abgeschlossen sei. Das kann man auch missverstehen! Der einzige Fakt ist: Es wurden bei Franco A. UNITER Patches gefunden.

Im Zuge der Ermittlungen gegen Franco A. – und mit vollständiger Kooperation eines Vorstandsmitglieds des UNITER e.V. – wurde einwandfrei festgestellt, dass Franco A. zu keinem Zeitpunkt Mitglied von UNITER e.V. war oder ist. Bei der Zusammenarbeit mit den Behörden im letzten Jahr wurden sowohl die Software-Datenbank als auch die Hardware-Ablage des Vereins kontrolliert. Das heißt, gegen UNITER e.V. stehen keine Fakten im Raum.

Solange allerdings die Ermittlungen gegen Franco A. nicht mit einem rechtskräftigen Gerichtsurteil abgeschlossen sind, wird der Generalbundesanwalt keine Auskünfte zu Teilbereichen des Verfahrens geben. Er kann also nicht der Presse gegenüber schriftlich bestätigen, dass es bei den laufenden Ermittlungen nicht um UNITER e.V. geht. Darauf können wir keinen Einfluss nehmen.

Von Seiten zweier Printmedien wurde uns zudem mangelnde Transparenz vorgeworfen, was wir ernst genommen und für uns bewertet haben. Auch die aktuell ausgewertete Mitgliederbefragung hat eine ähnliche Wahrnehmung bestätigt.Hier zeigt sich in der Kritik, dass eine stärkere Ausrichtung der Außenkommunikation, eine deutliche Trennung von internen und externen Informationen sowie mehr Information über Strukturen, Aufbau und Planungen gefragt sind. Wir werden das nun Schritt für Schritt umsetzen, Strukturen verbessern und Guidelines entwickeln. Lessons learned.

Grundsätzlich gilt: UNITER e.V. ist ein unpolitisches und überkonfessionelles Netzwerk, das jedem offen steht, der sich mit unseren Zielen und unserer Satzung verbunden fühlt. Jedes Mitglied weltweit identifiziert sich mit den Werten Demokratie, Freiheit und der Rechtsstaatlichkeit. Grundlage der Vereinsarbeit sind das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland und die Charta der  Vereinten Nationen. Wer dieses beherzigt, ist geeignet, nach einer Probezeit und unter Benennung von zwei Bürgen unserem Netzwerk beizutreten. Eine Zuwiderhandlung führt zum Ausschluss aus dem Verein.

Bei der Umsetzung der Vereinsarbeit sind uns neben der gelebten Kameradschaft insbesondere zwei Bereiche sehr wichtig: der karitative Aspekt sowie die Stellenvermittlung, die neben Leuchtturmprojekten wie der MRU nach wie vor das Rückgrat unseres Netzwerkes bilden.

Bei einer weiter wachsenden Mitgliedszahl haben sich in letzter Zeit auch eine ganze Reihe von Partnern öffentlich an unsere Seite gestellt, wie der Bund Deutscher Veteranen, die Green Devils oder der Internationale Hunde Verband. Sie alle fühlen sich uns verbunden und zeigen ihre Solidarität. Das ist ein sehr gutes Gefühl!

Wir haben gezeigt, dass unser Leitgedanke: Sicherheit für Leben, Bildung und Entwicklung uns rund um den Globus in Eins vereint und freuen uns gemeinsam auf das Jahr 2019!