Risk Monitor

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Risikostufen

Risikostufe 1

Risiken niedrig. Reisen sind landesweit problemlos möglich, ausländische Besucher sollten sich über ihr Reiseziel informieren sowie auf die üblichen Alltags- und evtl. Naturgefahren gefasst sein. Informationen über politische Ereignisse, Verkehrsstörungen, Feiertage usw. sollten eingeholt werden. Die Sicherheitslage ist unauffällig, die Kriminalitätsrate niedrig, die öffentliche Ordnung allseits gewährleistet.

Die Infrastruktur sowie die medizinische Versorgung sind fortschrittlich und von guter Qualität, wobei selten Störungen auftreten, die dann entweder durch natürliche Ursachen (z.B. Extremwetter) oder menschliche Fehler verursacht sind.

Risikostufe 2

Risiken moderat. Reisen sind landesweit möglich, mit gewissen regionalen Unterschieden hinsichtlich der Sicherheitslage muss gerechnet werden; ausländische Besucher sollten unterwegs die üblichen Vorsichts- und Sicherheitsmaßnahmen (z.B. gegen Klein- und Eigentumskriminalität) beachten und sich von Bereichen mit punktuell erhöhter Kriminalität fernhalten. Informationen über Verkehrsbehinderungen, Demonstrationen, Streiks usw. sollten beachtet werden. Obgleich die öffentliche Ordnung weitgehend gesichert ist, kann es Regionen, Orte und/oder Stadtteile mit erhöhter Kriminalitätsbelastung (einschl. Gewaltkriminalität) geben, die zu meiden sind.

Die gesamte Infrastruktur sowie die medizinischen Versorgungseinrichtungen sind modern oder von guter Qualität, wobei selten Störungen auftreten, die dann entweder durch natürliche Ursachen (z.B. Extremwetter) oder menschliche Fehler verursacht sind.

Risikostufe 3

Risiken erhöht. Reisen sind landesweit ‒ mit etwaigen Einschränkungen ‒ möglich; ausländische Besucher sollten sich vor Reiseantritt allerdings ausführlich über das Reiseziel informieren (insbesondere über Gefahren auf lokaler Ebene bzw. in einem räumlich überschaubaren Gebiet), die Reiserouten sorgfältig planen und vor Ort entsprechende Vorsichtsmaßnahmen ergreifen. Die öffentliche Ordnung kann nicht überall bzw. vollumfänglich gewährleistet werden, Kriminalität und soziale Unruhen (Demonstrationen, Streiks, usw.) gehen parallel mit einer politisch labilen Lage, in Unruheregionen verfügen die Sicherheitskräfte nur über begrenzte Kapazitäten. Reisende sollten sich vor Kriminalität schützen und Menschenansammlungen grundsätzlich meiden.

Die Infrastruktur und die medizinische Versorgungslage weist in den wichtigen städtischen Zentren ein akzeptables Niveau auf, ist aber nicht landesweit einheitlich.

Risikostufe 4

Risiken hoch. Reisende sollten die Notwendigkeit einer persönlichen Reise kritisch überdenken und gegebenenfalls geeignete Maßnahmen ergreifen, um die Sicherheit vor Ort zu gewährleisten. Informationen über Ereignisse, die eine erhebliche Gefahr für den Einzelnen oder eine erhebliche Störung der öffentlichen Ordnung darstellen sind dringend einzuholen. Es muss landesweit mit einer instabilen Sicherheitslage gerechnet werden, politische und innerstaatliche Konflikte können teils mit Waffengewalt ausgetragen werden, sowohl Kriminalität als auch Sabotage oder Terror stellen große Probleme dar und überfordern die Sicherheitsbehörden, sofern diese nicht selbst Teil des Problems sind. Regelmäßige Unruhen, Proteste, Streiks sind üblich und können als Reaktionen auf die Summe ungelöster sozioökonomischer und politischer Probleme verstanden werden. Reisende sollten eindeutige Sicherheitsvorkehrungen treffen und vor Ort nur in Begleitung vertrauenswürdiger Einheimischer unterwegs sein.

Die Infrastruktur (insbesondere Elektrizitäts- und Wasserversorgung) sowie die medizinischen Einrichtungen sind insgesamt mangelhaft und unzuverlässig. Ernsthaft erkrankte oder verletzte ausländische Reisende müssen in der Regel aus medizinischen Gründen evakuiert werden.

Risikostufe 5

Risiken extrem. Reisende sollten das Gefahrengebiet (umgehend) verlassen bzw. nicht bereisen, sofern keine Maßnahmen (z.B. gepanzerte Fahrzeuge, bewaffneter Begleitschutz usw.) ergriffen wurden, die die Sicherheit des Reisenden gewährleisten können. Informationen über Ereignisse, die eine erhebliche Bedrohung für Leib und Leben des Reisenden darstellen sind unabdingbar. Landesweit herrschen bewaffnete Konflikte (Krieg oder Bürgerkrieg), die u.a. mit Kriegswaffen ausgetragen werden. Die öffentliche Ordnung ist teils oder ganz zusammengebrochen, ebenso die Autorität einer Zentralregierung, Terroranschläge und lokale Warlords, Milizen oder Rebellengruppen bestimmen die Gefahrenlage. Reisen innerhalb des Landes bergen ernsthafte Gefahren, insbesondere außerhalb der städtischen Zentren, in denen durch das häufige Fehlen eines funktionsfähigen Sicherheitsapparates allgemeine Gesetzlosigkeit herrschen kann.

Eine mangelhafte bzw. marode Infrastruktur oder das vollständige Fehlen einer solchen erhöht die Gefährdungslage weiter. Medizinische Versorgungseinrichtungen, Pflege- und Rettungsdienste können in Teilen des Landes sehr mangelhaft bis nicht vorhanden sein. Die bestehenden Einrichtungen liegen selbst bei der medizinischen Grundversorgung deutlich unter den internationalen Standards. Die meisten Krankheitsfälle können nicht ohne externe medizinische Unterstützung behandelt werden. Jeder größere medizinische Notfall erfordert eine rasche Evakuierung.