Winterzeit ist Märchenzeit

So, liebe Kinder, gebt fein Acht: Es ist in den Medien die allgemeine Märchenstunde angebrochen. Und all überall in den Blätterspitzen sieht man kleine Irrlichter blitzen.

Da der gemeinnützige Verein UNITER bekanntermaßen transparent und auf Augenhöhe mit allen behördlichen Stellen zusammenarbeitet, haben wir unverzüglich den direkten Kontakt aufgenommen und ebenso zur zuständigen Staatsanwaltschaft. Mit gutmütigem Kopfschütteln wurden unsere Bedenken aufgenommen, durch diese Artikel in ein falsches Licht gerückt worden zu sein und nicht genügend Möglichkeiten zur Richtigstellung zu finden. Insbesondere die Informationen, die der F*c** verbreitet, sind aus verschiedenen Verfahren bunt wie das Herbstlaub zusammengewürfelt und halten keinem Faktencheck statt. Wenn Journalisten nur noch sich selbst als Quelle glauben und sich sachlichen Informationen gegenüber verschließen, dann sind sie leider bereits in ihrer eigenen Filterblase gefangen – oder sagen wir, in ihrer eigenen Weihnachtskugel, um im gleichen Ambiente zu bleiben.

Bei den behördlichen Stellen bekommen wir ein aufmunterndes Schulterklopfen und den Verweis, dass man solche Situationen auch mal ganz einfach Aussitzen muss. Müssen wir wohl auch, aber es sollte uns allen klar sein, dass Märchenerzählen und faktenbasierter Journalismus zweierlei sein sollte. Nur soviel hat uns der tief in seinen Vorbereitungen steckende Weihnachtsmann dann schon verraten, dass gut Ding wohl Weile haben dürfte, aber früher oder später auch ernsthafte Rechercheure Fakten zusammentragen und sich ein Bild davon machen.

Währenddessen dürfen wir dann lesen, dass Mitglieder Münzen als Erkennungsmerkmal besitzen. Das dürfte weltweit für einige Überraschung sorgen, da es sich dabei natürlich bei allen behördlichen Diensten rund um den Globus sicherlich nur um einen Einzelfall handelt. Vielen Dank für so viel aufreibende Recherche und lesenswerte Information. Wir geben uns jetzt überrascht. Auf die vielen noch obskureren Vorwürfe kann man gar nicht im Einzelnen eingehen. Doch sei bemerkt: wenn eine Mitglieder-interne Teambuilding Maßnahme, die auch für Manager und Führungskräfte angeboten wird, als „Terrorcamp“ verstanden wird, so lachen darüber nicht nur die Weihnachtsengel, sondern alle Mitglieder UNITERs mit ihnen gemeinsam. Unser Vorschlag: Schwamm drüber und vielleicht etwas weniger Glühwein beim nächsten Mal!

Wie immer in der Märchenstunde fragt man sich nach der Moral von der Geschicht’, und da wird es etwas heikler: den eigentlichen Schaden von dieser wirren Desinformation tragen nicht wir, sondern zu unserem Bedauern letztlich das Bundesministerium der Verteidigung. Wenn aus jahrelangen unterschiedlichen Ermittlungen zu gänzlich unterschiedlichen Sachverhalten zum jetzigen Zeitpunkt ein nicht stimmiges Gesamtbild zusammengewürfelt wird, so lassen sich politische Interessen nicht ganz von der Hand weisen. Von der Ministerin, wie auch von UNITER wird dies jedoch letztendlich abperlen, da sind wir gewiss. Und die Moral von der Geschicht’: als Bauernopfer taugen wir nicht!

Und wie der Weihnachtsmann so rund um den Globus mit seinem Schlitten unterwegs ist, so agiert auch UNITER nicht nur national, sondern schon lange global, von den USA über Israel, bis nach Namibia oder Äthiopien. Und zwar nicht als die Weltverschwörung, sondern um für unser Motto „Sicherheit für Leben, Bildung und Entwicklung“ einzutreten. Dem fühlen sich sowohl Mitglieder von Spezialkräften, als auch eine bunte Mischung aus vielen behördlichen Mitarbeitern, Politikern, Wissenschaftlern oder Ärzten, Männern wie Frauen, in Eins verbunden. Da sich in unseren Reihen auch viele jüdische und muslimische Mitglieder befinden, sei an dieser Stelle bemerkt, dass die christliche Weihnacht natürlich nur ein Aufhänger ist. Aber gerade in der Vorweihnachtszeit möchten wir die allgemeine mediale Aufmerksamkeit, die uns so ungefragt überraschte, als Gelegenheit nutzen und ganz konkret auf unsere jährliche Aktion für Obdachlose hinweisen.

Und jeden Märchenerzähler fordern wir frohlockend auf, sich recht rege für den guten Zweck zu engagieren und einen kleinen Obolus für jede einzelne falsche Information in das Spendensäckel zu geben. Es kommt einem guten Zweck zu. Ehrenwort!